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Auf den Lastenrädern durch Dachau bei der Wahnsinns-Hitze

Die Samstagskinder und Dahoam in Dachau drehten einen müllfreien Film

Unser Drehtag zum müllfreien Einkaufen in Dachau hat einen Riesenspaß gemacht. Am 26. Juni nahmen wir das beliebte Dachauer Barockpicknick, das am 19. Juli stattfindet, zum Anlass eine müllfreie Einkaufstour auf Lastenrädern durch unser schönes Dachau zu machen. Am voraussichtlich heißesten Tag des Jahres war das eine echte Herausforderung. Aber schee wars scho! Übrigens werden wir zum Barockpicknick 15 müllfreie Picknickkörbe verlosen.

Es gibt Themen, die liegen uns allen am Herzen und auch auf der Hand. Aber manchmal ist nicht so ganz klar, wie wir diese Themen im Alltag umsetzen können. Dazu gehört auch müllfrei oder müllreduziert einkaufen. In unserer schönen Stadt ist das, auch dank der vielen Fachgeschäfte, die von weiterdenkenden Inhabern geführt werden, relativ leicht möglich. Wir, das heißt die drei Samstagskinder-Mädels, Annika, Lina und Jenny  und unsere Dahoam in Dachau Crew, also Kirsten, Natalie und Thiemo trafen uns mit dem Filmteam von Independent Light, Andi und Sarah in der noch etwas kühleren Früh um dreiviertel Acht. Wir hatten das Lastenrad der Samstagskinder und das Elektrolastenradl von Lasdah, der Lastenrad-Sharing-Initiative vom ADFC-Dachau e.V., das unsere Natalie organisiert hatte. Sie arbeitet in der Lastenrad-Initiative ehrenamtlich mit. Ziel unseres Drehs war es, einen Picknickkorb für unser wunderbares Barockpicknick müllfrei einzukaufen und im Anschluss vorzubereiten. Dazu suchten wir im Vorfeld verschiedene Partner, die sich in Dachau schon mit dem Thema müllfrei oder müllreduziert beschäftigt hatten. Es war schon bei der Vorbereitung ganz großartig zu sehen, wieviele Lösungsansätze sich die einzelnen Inhaber, schon eigeninitiativ überlegt hatten. Haushaltswaren Auer legt ein großes Augenmerk auf das ständig wachsende Sortiment an „Nachhaltigkeitsprodukten“ von der Mehrwegverpackung aus Glas oder Kunststoff bis zur Holzzahnbürste. Feinkost Rank und die Naturkostinsel haben jeweils ihr eigenes Pfandsystem für Weckgläser, in denen wir als Kunden, fast alles, vom Käse bis zum Beerenobst, mit nach Hause nehmen können. Wissen muss man es, wie immer, eben. Das Pfandsystem ReCup gibt es in DAHoam auch an drei Stellen. Beim „Zum Gasteiger“, bei den „Samstagskindern“ und in der „Naturkostinsel“ können wir uns Kaffee und Tee im Pfandbecher holen und dann den Becher auch in München oder Augsburg bei ReCup-Stellen abgeben oder wieder füllen lassen. Sehr schön! Unsere Tour, mit dem Ziel müllfreies Barockpicknick, führte uns von den Samstagskindern zur Bio-Bäckerei Gürtner, die erst anfang des Monats eine weitere Filiale in der Altstadt eröffnet hatte. Herr Gürtner schenkte uns beim Abfahren noch ofenfrische Brezen und Dinkelsemmeln. Mit den Worten: „Ihr habt bei der Hitze einen harten Tag vor Euch. Da braucht Ihr etwas Bekömmliches, das trotzdem viel Kraft gibt.“, verabschiedete er sich. Ein wunderbares Frühstück.  Danach besuchten wir das Team von Feinkost Rank. Da war es ganz besonders lustig. Vielleicht unter anderem auch, weil es so schön kühl war. Nach Rank kam Blank, wir halten es da mit dem Pumuckl, was sich reimt ist gut. Bei der Metzgerei Blank bekamen wir neben einem hervorragenden Mittagessen auch Einblick in die Schwierigkeit den Kunden müllfreies Einkaufen zu ermöglichen und gleichzeitig die Lebensmittel-Bestimmungen einzuhalten. Die Themen Hygiene-Bestimmungen, Auszeichnungspflicht und Lebensmittelbestimmungen und die Schwierigkeit der Vereinbarung mit müllfreiem Einkaufen sprachen auch Maria Scheiblhuber, die seit Jahrzehnten die Naturkostinsel in der Münchner Straße führt, und Ludwig Kraus, der Inhaber der Würmmühle, unsere beiden letzten Stationen auf der Einkaufstour, an. Für uns als Kunden ist es relativ einfach Müll beim Einkaufen zu sparen. Kurt Blank musste sich aber Gedanken machen, wie es zu bewerkstelligen ist, dass die Kunden zwar ihr eigenes Gefäß mitbringen können, dieses Gefäß aber die Ware und die Theke nicht berührt. Kraus, der Inhaber der Würmmühle erklärte uns: „So wie das früher möglich war, Mehl hier in der Mühle aus dem großen Bottich zu kaufen, geht das nicht mehr. Die Kennzeichnungspflicht und die Lebensmittelhygiene-Bestimmungen stehen dem entgegen. Das treibt lustige Blüten. Ich muss jetzt zum Beispiel auf unser Weizenmehl schreiben -könnte Spuren von Weizen enthalten-.„ Maria Scheiblhuber, die sich wahrscheinlich schon am Längsten mit dem Thema Verpackung beschäftigt, steht ganz klar auf dem Standpunkt, dass ohne Verpackung kaufen nie zulasten der Frische und Hygiene gehen darf. „Außerdem muss man auch hinter das System sehen. Wo kommt das her, was ich als Kunde im Laden sehe.“, betont die Betreiberin der Naturkostinsel.

Insgesamt hatten wir eine richtig heiße und sehr spannende Einkaufstour auf den Lastenrädern. Der heißeste Teil kam aber erst. Wir mussten unseren Picknickkorb noch vorbereiten. Dafür stellten sich unser Thiemo und die liebe Jenny von den Samstagskindern in die Küche. Das Ergebnis ließ sich dann abends kurz nach sechs sehen und schmecken. Die Rezepte aus dem Korb werden wir noch separat veröffentlichen und auch in die zu verlosenden Picknickkörbe legen. In den Körben werden enthalten sein: (Vorsicht Werbung für DAHoam, weil die Läden genannt werden, gute Werbung, wie wir meinen;)

Wir alle freuen uns jetzt schon auf ein wunderschönes Barockpicknick am 19.Juli. Wir hoffen dort in diesem Jahr etwas weniger Einwegverpackungen zu sehen, als in den Vorjahren. Und übrigens, egal ob müllfrei mit weniger Müll, oder ganz konventionell, Einkaufen in unserem schönen Dachau macht wirklich Spaß. Soviel Lächeln und soviel Wissen, wie wir gestern erlebt haben, gibt es einfach nur noch in unseren kleinen Läden.

 

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