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Aus für Dahoam in Dachau

Die Online-News und Veranstaltungs-Plattform stellt den Geschäftsbetrieb ein.

Dachau – Dahoam in Dachau war vor drei Jahren von Kirsten Hermes gegründet worden. Nun muss die Dachauer Geschäftsfrau den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Zusammenhang mit der COVID 19-Pandemie Rechnung zollen.

„Mit einem werbebasierten Start-Up ist derzeit schwer Umsatz zu machen.“, erklärt Kirsten Hermes die Geschäftsführerin des Online-Magazins traurig. So müsse sie schweren Herzens den Betrieb der Plattform und der App einstellen. In erster Linie, weil Unternehmer in der aktuell unklaren Situation schwer für langfristige Kooperationen zu gewinnen seien.

Durch den langen Lockdown in Verbindung mit der Betreuung der Kinder im Homeschooling fehlte letzten Endes auch die Energie und die Fokussierung, die für einen erfolgreichen Strategiewechsel notwendig gewesen wären, erklärt die zweifache Mutter, die auch zwei Patchwork-Kinder betreut.

Sie habe immer fest an die Idee der regionalen Vernetzung von Händlern, Gastronomen und Veranstaltern in Verbindung mit einem Onlinemagazin geglaubt. "Mir droht die Zahlungsunfähigkeit. Es bleibt kein anderer Weg, als die Insolvenz anzumelden. Mir blutet das Herz." Von Herzblut schreibt die Gründerin von Dahoam in Dachau auch in dem sehr persönlichen Gedicht, das sie über ihren privaten Facebook-Account veröffentlichte. "Es ist einfach ein schwerer Abschied von meinem Baby! Ich hätte so gern einen nachhaltigen Beitrag für die Region geleistet."

Wie Hermes geht es derzeit leider Tausenden von kleinen Unternehmern, Soloselbstständigen und Freiberuflern.  Die Corona-Situation trifft viele Branchen und viele Menschen hart.

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