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Ein Prosit der Gemütlichkeit

Weil es bis kurz nach elf Uhr wie aus Kübeln schüttete, waren zunächst einige Trachtler aus Angst um ihr antikes Gwand nicht zum Rathaus hoch gelaufen. Doch pünktlich und wie bestellt hörte es um 11.30 Uhr auf zu regnen und der Aufzug zur Festwiesn, dem traditionellen Auftakt des Dachauer Volksfests (10.-18.8.2019) konnte stattfinden.

Dass es dann trocken blieb war vor allem für die offenen Kutschen wichtig, allen voran die "Erntekrone" mit Volksfestreferent Robert Gasteiger, dahinter die Kutsche mit Oberbürgermeister Florian Hartmann und seiner Frau Julia, sowie dem Bürgermeister der Partnerstadt Fondi, Salvatore De Meo und Laurent Barban, dem Bürgermeister der französischen Stadt Léognan. Dahinter folgte das Gespann der Spaten-Brauerei, die als einzige Münchner Brauerei noch eigene Pferde (belgische Kaltblüter) hält, gefolgt vom Dachauer Landrat, Stefan Löwl, neben ihm in der Kutsche der Landrat von Oswiecim (Auschwitz), Marcin Niedziela. Als nächstes folgte die Kutsche mit den Landtags- und Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises, Katrin Staffler (CSU), Michael Schrodi (SPD), Bernhard Seidenath (CSU) und Bezirkstagspräsident Josef Mederer (CSU). Ihnen folgte die Kutsche des Festwirts, Ewald Zechner, die Musiker der Stadtkapelle und das Gespann der Schloßbergbrauerei, die längst ein Teil der Spatenfamilie ist. Dahinter die Trachten- und Schützenvereine wie die D'Ampertaler und die Schlossbergler, die Kutsche des Spar-Vereins, die Knabenkapelle und ihr Besuch aus Frankreich, Band'a Léo, gut erkennbar an den schwarzen Jacken mit pinkem Schriftzug. Den Abschluss des Festzugs bilden traditionell die Malweiber, die wieder Hunderte gelbe und rote Rosen verschenkten und, last not least, der Wagen mit den Schaustellern, die Bonbons und Fahrgutscheine an die Besucher verteilten, die den Zug durch die Altstadt auf dem Weg zur Thoma-Wiese begleiteten. 

Im großen Festzelt drängten sich bereits rund 3.000 Gäste, als der Oberbürgermeister mit zwei Schlägen das erste Fass Bier anzapfte. "Ozapft is, jetzt trink ma erst amoi a Maß", verkündete ein vergnügter Florian Hartmann auf gut Bairisch. Nach dem obligatorischen "Ein Prosit der Gemütlichkeit" prostete er, gemeinsam mit Volksfestreferent Gasteiger und den anderen Honoratioren auf der Bühne, in die jubelnde Menge, damit war das Volksfest eröffnet. Am Ende spiztelte sogar noch die Sonne heraus.

(Text/Fotos: A. Förster)

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