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Fünf vor zwölf für unsere Finanzen

Klare Worte und belegbare Fakten brachte Peter Strauch, der Oberbürgermeisterkandidat der CSU für Dachau zur Wahlkampf-Auftaktveranstaltung ins Restaurant Liegsalz in Pellheim mit. Nachdem Ilse Aigner in Ihrer Rede eine Zeitenwende in Dachau ankündigte, hob Strauch viele aktuelle Missstände, wie den erstmals nicht ausgeglichenen Haushalt, hervor und präsentierte Lösungen. Abschließend hatten die anwesenden StadratskandidatInnen die Möglichkeit sich kurz vorzustellen. 

Der Nebenraum im Restaurant Liegsalz oberhalb der Gaststube war gut gefüllt. Brezn gabs von der Bäckerei Hartmann, dessen Inhaber übrigens auch auf der CSU Liste kandidiert, und natürlich Weißwürscht. Die nette Atmosphäre war heute aber nebensächlich. Der Wahlkampfauftakt der Dachauer CSU war das Thema. Das Wahlprogramm wurde in zehn Punkten vorgestellt. 

Landtagspräsidentin Ilsa Aigner, die betonte, dass sie heute als Bezirksvorsitzende der CSU Oberbayern gekommen sei: "Denn die Kommunalpolitik ist die Wiege unserer Demokratie!" Hier vor Ort werde das eigene Umfeld geprägt. Hier würden Entscheidungen getroffen, die unmittelbar betreffen. "Für die Bereitschaft mitzuarbeiten, ehrenamtlich, bedanke ich mich bei den heute anwesenden 40 Kandidatinnen und Kandidaten."

Peter Strauch wurde anschließend in seiner Rede ungewohnt deutlich. Er zeigte klare Kante und brachte Fakten und Zahlen mit. Das Wahlprogramm der CSU in zehn Punkten ging er Punkt für Punkt durch. Nachdem er in den vollbestzten Raum rief: "Mein Vorsatz für 2020 ist es Oberbürgermeister zu werden!". Er könne nicht weiter zusehen, wie aktuell mit unserer Stadt umgegangen werde. Der spürbare Ruck nach ganz links, der in Dachau mit dem Zusammenschluss von Grünen, Bündnis für Dachau und SPD besonders spürbar sei, dränge die Mitte, dränge die bürgerlichen Parteien an den Rand des politischen Spektrums. Er prangerte die ungenutzen Chancen an. Beispielsweise seien unter Bürgel über 100 Sozialwohnungen tatsächlich gebaut worden. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode unter Oberbürgermeister Hartmann seien von über 100 beschlossenen Wohnungen lediglich acht gebaut worden. Auch beim Verkehr sei nicht Sinnvolles passiert. Der Busbahnhof sehe zum Besispiel noch genauso aus, wie 2013, als die Überplanung beschlossen wurde. Strauch machte klar, dass er Kitas, Kindergärten und Schulzimmer in Containern nicht als Grund zum Feiern empfinde. Auch beim Sport passiere nichts. Weder der Umzug des TSV 1865 noch der Bau der Eishalle und auch nicht die neue ASV-Halle wurden umgesetzt. 

Nachdem der Dachauer Oberbürgermeisterkandidat der CSU die Missstände aus seiner Sicht geschildert hatte, kam er zu dem 10 Punkte Programm, das er mit den Kandidaten, den Mitgliedern und Bürgern erarbeitet hatte. 

Zum Thema Wohnen wäre beispielsweise an Genossenschaftsbau zu denken, Die Stadt und private Arbeitgeber kümmern sich gemeinsam um bezahlbaren Wohnraum. Das indirekte Enteignen durch Strafsteuern oder Satzungen müsse aufhören. Zum Thema Klimaschutz und grünes Dachau führte Strauch zm Beispiel emissionsfreie Busse ins Rennen und forderte erneut zusammenzuarbeiten und die Ideologie aus dem Spiel zu lassen. Zum Thema Verkehr lieferte die CSU im zehn Punkte Programm erwartungsgemäß viele Lösungsansätze. Vom Dachauticket über vernünftige Einbahnregelung in der Altstadt, die Verkehrsräume für Radfahrer und Busse schaffen könne bis zu einer Mobilitätsstation am Stadtbahnhof. Ganz grundsätzlich sei aber die Umfahrung als Puzzleteil im Gesamtverkehrskonzept. Damit 100.00 weniger durch Dachau führen.Wirtschaftlich gesehen sieht die CSU Ein Konzept für die Ansiedlung von Betrieben als wichtig an. Außerdem möchte sie das Thema Wirtschaftsförderung zur Chefsache machen und die Abteilung Wirtschaftsförderung als kompetente Dienstleisterin für Gewerbe und Handel machen. Auch die Verwaltung solle insgesamt bürgerfreundlicher werden. Hier müsse die Digitalisierung Chefsache sein. Auch die Themen aktive Stadtgesellschaft, Sport, Zeitgeschichte und Kultur sind im zehn Punkte Programm beachtet. Der Oberbürgermeisterkandidat erläuterte die Ideen. 

Zum Schluss ging Strauch auf den Dachauer Haushalt ein: "Es ist bei den Finanzen fünf vor zwölf!" rief er den Anwesenden zu. Das erste Mal in Dachaus Geschichte deckten die Einnahmen nicht mehr die Ausgaben. Die kompletten Rücklagen in Höhe von 40 Millionen würden verbraucht und zusätzlich müsse ein Kredit von 6,6 Millionen aufgenommen werden. Strauch forderte Haushaltsdisziplin. Denn er wolle das seine Kinder in einem Dachau aufwachsen, das nicht bis zum Hals in Schulden stecke.

Nach großem Beifall für die Rede des Kandidaten stellten sich die Stadtratskandidaten rundherum vor. Eine auffallend buntgemischte Liste. Auffallend viele junge Frauen. Auffallend viele Namen, die man aus dem Stadtgeschehen gut kennt. Auffallend viel praktische Expertise aus verschiedenen Bereichen. Auffallend viel langjährige Erfahrung im Stadtrat. Die Möglichkeit Peter Strauch und sein Kandidatenteam kennenzulernen haben die BürgerInnen ab jetzt bis zur Wahl am 15.3.20 jeden Sonntag in einem anderen Dachauer Stadtteil. Nächsten Sonntag um 11.00Uhr 

 

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