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Neues aus dem Stadtrat: Dachau bekommt einen Wirtschaftsbeirat

Der Stadtrat im Ludwig-Thoma-Haus Dachau

Die Dachauer CSU hat sich im Haupt- und Finanzausschuss für die Einführung eines Wirtschaftsbeirats stark gemacht. Fraktionssprecher Florian Schiller sagte, gerade in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten der rückläufigen Gewerbesteuereinnahmen und einer zu geringen Gewerbeansiedlung, aber auch für Fragen der örtlichen Wirtschaft zur Standortsicherung und zum Verkehr brauche es einen Wirtschaftsbeirat als beratendes Bindeglied zwischen den Dachauer Gewerbetreibenden und den Gremien und Verantwortlichen der Stadt.

So solle ermöglicht werden, die Empfehlungen von führenden Persönlichkeiten der heimischen Unternehmen, der Banken und Kammern in Entwicklungsprozesse mit einfließen zu lassen, eine Vernetzung zu fördern, und für auftretende Probleme auf die Bündelung von vorhandenem Expertenwissen zurückgreifen zu können. Luise Krispenz von den Grünen schlug vor, sich dabei am Vorbild des ehrenamtlichem Wirtschaftsbeirats von Fürstenfeldbruck zu orientieren, dessen Satzung und Präambel den Stadtratskollegen zur Verfügung gestellt wurde. 

Oberbürgermeister Florian Hartmann sagte, er halte einen Wirtschaftsbeirat für ein "interessantes Gremium". Michael Eisenmann vom Bündnis hielt dagegen, dass Dachau mit IHK, Kreishandwerkerschaft, städtischer Wirtschaftsförderung und dem Wirtschaftsreferenten im Stadtrat bereits genug Instrumente habe, ein Wirtschaftsbeirat sei somit überflüssig.

Ingrid Sedlbauer von der Überparteilichen Bürgerschaft (ÜB) argumentierte, man solle doch zunächst die städtische Wirtschaftsförderung auf Kurs bringen und ihr erst dann einen Beirat zur Seite stellen.

Am Ende wurde der CSU-Antrag mit zwei Gegenstimmen angenommen, nun werden die Grundlagen zur Einführung eines Wirtschaftsbeirats erarbeitet. Weitere Abstimmungen, Diskussionen und Beschlüsse im Stadtrat werden folgen, um das Ganze zu konkretisieren.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die Auszahlung eines Kontoguthabens des Zweckverbands der Sparkasse Dachau in Höhe von 70.000 Euro. Diese Summe wird nun also in die Errichtung einer Calisthenics-Anlage zur sportlichen Betätigung der Bürger verwendet. Allerdings nicht am Stadtweiher, wie ursprünglich geplant, sondern am zweiten beschlossenen Calisthenics-Standort an der Erich-Ollenhauer-Straße. Hintergrund: Am Stadtweiher soll ab 2021 wieder das Kult-Kreativ- und Musik-Festival stattfinden. Die fest verankerten Sportgeräte wären dann im Weg.

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