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Unterstützung für Schwangere und Familien im Landkreis Dachau

Statt viele verschiedene Hebammen anzufragen, reicht eine E-Mail an HeDAH. Die Hebammen Koordinationsstelle im Landkreis Dachau vermittelt Hebammen zur Vor- und Nachsorge und für flankierende Angebote. Das Motto von HeDAH-Leiterin Antja Jacob: Jede Frau bekommt eine Hebamme.

Seit 1. April 2019 gibt es die Hebammen Koordinationsstelle im Landkreis Dachau, kurz: HeDAH. Im September 2019 wurde mit der Vermittlung von Hebammen an Schwangere begonnen. Seitdem erreichten Antje Jacob 210 Anfragen, davon waren nur 33 nicht erfolgreich. Das lag meistens an nicht beeinflussbaren Umständen wie medizinische Gründe, einem Umzug oder weil die Anfrage "zu kurzfristig in eng besetzten Zeiten im August und Dezember gestellt wurde", erklärt Jacob. Sie freue sich, dass das Angebot so gut angenommen werde, auch von den Hebammen. 

Aktuell haben sich 32 Hebammen dem HeDAH-Netzwerk angeschlossen. "Überwiegend lassen sie sich aktiv vermitteln und übernehmen kollegiale Vertretungen", sagt Jacob. Der Rest ist dabei um an der kollegialen Vernetzung und den Tätigkeiten der Koordinationsstelle zu partizipieren und um informiert zu werden. „In welchem Umfang sie teilnimmt kann jede Hebamme ganz nach ihren eigenen Bedürfnissen selbst entscheiden", versichert Jacob. "Man kann zum Beispiel ausschließlich Nachsorge oder bestimmte Kurse anbieten, oder eben einfach nur auf Informationsbasis dabei sein." Kolleginnen die sich dem Netzwerk anschließen wollen sind jederzeit willkommen.

Schwangere auf der Suche nach einer Hebamme müssen nichts weiter tun, als eine E-Mail an HeDAH zu schicken, entweder über das Kontaktformular auf der Webseite oder über die E-Mail-Adresse info@he-dah.de. Eine Rückmeldung erfolgt zeitnah, alles Weitere ergebe sich dann im gemeinsamen Austausch, versichert Jacob. "Wie und wo die Frauen entbinden wollen ist natürlich ganz ihnen überlassen und hat erstmal nichts mit uns zu tun", betont sie, man könne aber auch nach Hebammen für Hausgeburten nachfragen. In der Regel reicht es aus, sich nach der zwölften Schwangerschaftswoche zu melden. Die Schwangerschaft sollte stabil bestehen. Ein Wunsch der Hebammen und Koordinatorin ist es außerdem möglichst nicht parallel bei zahlreichen Hebammen im Landkreis anzufragen. Diesen solle die Bürokratie ja abgenommen werden, damit sie sich vorwiegend auf die praktische Hebammenarbeit konzentrieren können.

Bei Antje Jacob laufen die Anfragen zusammen. Sie kennt die Kapazitäten und "Vorlieben" der Geburtshelferinnen, zum Beispiel, ob sie lieber nur Wöchnerinnen in Fahrradnähe betreuen wollen, oder ob sie mit einem eigenen PKW unterwegs sind; wann sie in Urlaub sind und wer sie vertritt.

Das Angebot der Koordinierungsstelle ist sowohl für die werdenden Mütter, als auch für die Hebammen kostenfrei. Finanziert wird es zu 90 Prozent vom Bayerischen Gesundheitsministerium und zu zehn Prozent vom Landkreis Dachau. Die HeDAH ist an die Genossenschaft zur Stärkung der gesundheitlichen Versorgung im Landkreis Dachau / Gesundheitsregion plus Dachau angegliedert.

Die Büroräume befinden sich in der Kirchstraße 7 in Petershausen, die Bürozeiten sind Montag bis Freitag von 8:30 – 12:30 Uhr und Montag – Mittwoch von 14 bis 16:30 Uhr.

 

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