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Eisenkurt, Schnuffie und die Alpencasanovas

Der Extremsportler Kurt Köhler aus Erdweg hat schon zahllose Weltrekorde aufgestellt. In punkto Kraft und Ausdauer macht dem 68jährigen mit dem Spitznamen Eisenkurt niemand etwas vor. Jetzt hat er einen neuen Glücksbringer: Kuno von Wiesenau, genannt "Schnuffie".

So hart wie er gegen sich selbst ist – er radelt zur Abhärtung auch im Winter mit nacktem Oberkörper ins Fitnessstudio nach Dachau – so weich ist sein Herz, wenn es um Tiere geht. Das asiatische Hängebauchschwein Kuno von Wiesenau, seit vergangenen Sonntag 19 Jahre jung und Star des Volksfest-Schlagers »Schnuffie«, hat er sofort ins Herz geschlossen. Die Pappmaché-Attrappe des 80 Kilo schweren Wiesenauers, die bisher die Partyband Alpencasanovas bei ihren Live-Auftritten wie zuletzt im Schweiger-Festzelt am Dachauer Volksfest begleitet hat, wird künftig Köhler als Maskottchen dienen, wenn er neue sportliche Rekorde aufstellt. Das Geld, das er damit verdient, behält der Senior mit der unfassbaren Regenerationsfähigkeit nicht für sich selbst.

Es geht als Spende an die Charity »Helden für Tiere« von Ralf Seeger, bekannt als Moderator der Vox-Tierschutzsendung »Harte Hunde – Ralf Seeger greift ein«. Köhler und Seeger verbindet eine Freundschaft, wobei selbst ein harter Hund wie Ex-Hells-Angel Seeger anerkennen muss, dass Köhler ihn in Taffness noch übertrifft. Im Internet gibt der Sport-Enthusiast auf der Plattform Fitnessmanagement regelmäßig Trainings- und Ernährungstipps. Als nächstes will er auf der Sportmesse FIBO einen weiteren Rekord aufstellen: Zehnmal 150 Kniebeugen in Skifahrerhaltung, mit einem 90 Kilo schweren Rucksack auf dem Rücken. Das sind, wenn der Taschenrechner nicht lügt, insgesamt 135.000 Kilo, also 135 Tonnen. Und das binnen weniger Stunden. An solche Dimensionen wagt sich sonst niemand in Deutschland, also: Don't try this at home.

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